Landwirtschaft

Die klösterliche Tradition der Selbstversorgung wird in der Kartause Ittingen heute noch gelebt. Was immer möglich, machen wir selbst für unsere Gäste.

Der Gutsbetrieb

Mit rund 66 ha Kulturland und 32 ha Wald gehört unser Gutsbetrieb zu den grössten im Kanton. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, einen wesentlichen Teil für die der klösterlichen Tradition nachgelebten Selbstversorgung leisten zu können. Der vielfältige Kulturenplan zeigt 25 ha offenes Ackerland, 29 ha Wiesen und Weiden, 10 ha Weinreben, 2 ha Obst und 2 ha Hopfen. Unsere Kulturen werden nachhaltig und umweltschonend bewirtschaftet. Die Tierhaltung gilt als besonders tierfreundlich und genügt jederzeit strengen Kontrollen.


Produkte vom eigenen Hof für unsere Gäste

Unser Landwirtschaftsbetrieb nutzt alle Möglichkeiten, Kulturen anzubauen und Tierhaltung zu betreiben, deren Produkte im eigenen Betrieb veredelt werden können und so einen Beitrag zur Selbstversorgung leisten. Entsprechend vielfältig zeigt sich der Betriebsspiegel.


Milchviehhaltung

Der 2016 erweiterte Freilaufstall für unsere Milchkühe bietet Platz für 50 Kühe und 40 Jungtiere. Die gewonnene Milch wird in der eigenen Käserei verarbeitet. Das Raufutter stammt aus dem eigenen Betrieb.
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Freilandhühner

130 glückliche Freilandhühner sorgen dafür, dass der gesamte Frischeierbedarf für die Küche und den Klosterladen mit Eiern vom eigenen Hof gedeckt wird. Ihr mobiles Zuhause, das Hühnermobil, wird regelmässig um einige Meter verschoben, damit die Hühner Zugang zu frischem Grünfutter sowie eiweissreicher Nahrung haben, ohne dass die Wiese Schaden nimmt und der Boden überdüngt wird. Diese Kost verleiht den Eiern nebst einem kräftig gelben Dotter auch einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Die Solaranlage auf dem Hühnermobil sorgt für eine autarke Versorgung mit Strom für die Beleuchtung, die Auslaufklappen und den Weidezaun.

Schweinehaltung

Zur Verwertung der Molke aus der Käserei hat auch die Schweinehaltung bei uns Tradition. Zur Ergänzung des eiweissreichen Futters aus der Käseproduktion erhalten die Tiere zudem Mais aus eigenem Anbau zur Deckung des Energiebedarfs. Das Fleisch wird in unserer Metzgerei verarbeitet und gelangt direkt in die Küche oder wird zu feinen Dauerwürsten und Kaltrauchspezialitäten verarbeitet. Gegenwärtig werden die Stallungen neu konzipiert. Während der Umstellung zu einer Freiland-Schweinehaltung beziehen wir unsere «Säuli» vorübergehend vom Schloss Herdern und verarbeiten das Fleisch in unserer eigenen Metzgerei.

Rolf mit Saeuli

Obst

Auf rund 200 Aren produzieren wir Tafeläpfel, Mostobst für selbstgemachten Süssmost sowie Brennobst für unsere Edelbrände: Gravensteiner, Birnen, Quitten, Pflümli, Zwetschgen, Mirabellen und Kirschen.
2017 04.14. 047 Bluescht Frühling Obstbäume.1

Hopfen

Auf rund zwei Hektaren wird in der Kartause Ittingen Hopfen angebaut, die beiden Sorten Hallertauer Tradition und Perle. Sie geben dem Ittinger Amber Bier sein exquisites Aroma.
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Hopfenernte 2020 in der Kartause Ittingen

Ackerbau

Die Ackerflächen werden in einer regelmässigen Fruchtfolge bewirtschaftet: Winterweizen, Raps, Zuckerrüben, Silo- und Körnermais, Sonnenblumen, Dinkel, Kartoffeln und Kunstwiese zur Regeneration der Böden. Ein beachtlicher Anteil von 20 Tonnen Weizen und Dinkel wird im eigenen Betrieb verbacken. Mais und Gras verbleiben auf dem Betrieb zur Fütterung der Tiere. Raps und Sonnenblumenöl werden als kaltgepresste Öle im Betrieb abgefüllt.
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Wiesen und Weiden

Rund 29 ha sind Dauerwiesen und Weiden, wobei die Weidefläche einen beachtlichen Teil ausmacht: während ca. acht Monaten des Jahres werden die Kühe täglich geweidet.


Kräuter

Auf einer Fläche von 50 Aren wachsen Tee- und andere Kräuter sowie Gemüse und Blumen. Die Kräuter werden in der Gärtnerei gepflanzt, gepflegt, geerntet sowie getrocknet und verpackt für den Verkauf im Klosterladen. In der Gärtnerei werden bis zu 15 geschützte Arbeitsplätze angeboten. Die Floristinnen verwenden für ihre Dekorationen Blumen und Stauden aus den eigenen Gärten.
Juni 001 Teekräuter Kartäuserweg

Wald

Unser Landwirtschaftbetrieb pflegt rund 18 ha Wald, FSC zertifiziert, für besonders sorgfältige und nachhaltige Bewirtschaftung. Auf weiteren 14 ha Wald wurde das erste kantonale Reservat eingerichtet. Ein Teil des Sägeholzes aus dem Ittinger Wald wird in unserer Schreinerei verwendet, das Brennholz wird aufgearbeitet und verkauft, im Kohlemeiler zu hochwertiger Holzkohle verköhlert oder in der eigenen Schnitzelfeuerung für Heizzwecke verwendet. Einzelne Eichenstämme werden zu Weinfässern verarbeitet, um darin unseren Wein auszubauen (Ittinger Eiche - eine exkluxive Auslese aus bestem Blauburgundertraubengut, gekeltert in Eichenfässern aus Eichenholz aus dem Ittinger Wald). 
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